Mittwoch, 21. Mai 2014
21.05.14 Thema "Abschluss"
Vor ca. vier Jahren habe ich einem Freund erzählt, dass ich einen Fernkurs für "Schreiben" belege. Er machte große Augen und fragte ehrfürchtig: "Kannst Du dann auch einen Blog schreiben?" - "Klar, ich kann dann alles! - Was ist denn ein Blog?"

Ich hatte zuvor noch nie etwas davon gehört. Mein Freund erzählte mir von dem sagenhaften Erfolg einer Bloggerin aus England... und am Ende wurde alles verfilmt. Ich war beeindruckt, allerdings was mir schon klar, dass die überwiegende Mehrheit wohl schon froh ist, wenn jemand ihre Beiträge liest.

Zu Beginn meines Blogs wurde ich von Bekannten und Freunden gefragt: "Wer liest denn sowas? Wer hat Zeit für sowas? Warum überhaupt Achtsamkeitsübungen?"

Das Blog-Schreiben gab mir einen Anreiz die Übungen konzentriert zu verfolgen. Ich hatte zuvor schon Achtsamkeit geübt, aber mit dem abendlichen Beitrag war nun sehr viel mehr Ehrgeiz dahinter. Mir hat es großen Spaß gemacht schriftlich zu reflektieren und meine Gedanken zu teilen.

Das Bloggen ist eine wunderbare Form zu berichten. Mir hat es Spaß gemacht andere Beiträge zu lesen und ich war entzückt über die Vielfalt an kreativen Texten die ich entdecken konnte

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Dienstag, 20. Mai 2014
20.05.14 Thema "Abschluss"
In diesem Jahr hat sich sehr viel verändert. Ich habe damit begonnen nicht nur bei Schönwetter zu fotografieren und auch Alltagsgegenstände, die nach landläufigem Verständnis nicht "schön" sind, werden von mir fotografiert, das war zuvor anders.

Beim Essen bemerke ich regelmäßig ob ich achtsam bin oder nicht. Ich esse nun ohne Medien, es gibt kein Film, kein Buch und kein Radio bei meinen Mahlzeiten, es sei denn ich esse mit Freunden, dann unterhalte ich mich mit ihnen.

Ich spaziere mehr und übe mich dabei gerne in achtsamen Gehen, das macht mir viel Spaß.

Insgesamt hat in diesem Jahr mein Konzentrationsvermögen zugenommen und mein Innenleben ist mir wertvoller geworden. Ich habe nun mehr Zugang zu meinen Gefühlen und ich tue noch mehr dafür, dass es mir gut geht. Ich habe seit der Woche mit dem Thema "Blau" damit begonnen abends zu meditieren anstatt mir einen Film an zu sehen. Das erstaunliche ist, dass es mir größeren Spaß macht meinen eigenen inneren Film anzusehen und die Menschen und Situationen in meinem Leben zu wertschätzen als "großes Kino" mit namhaften Schauspielern, Regisseuren und Drehbuchautoren.

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Sonntag, 18. Mai 2014
Abschlusswoche KW 21
Vor einem Jahr habe ich diesen Blog begonnen und bin jetzt mit allen Übungen aus dem Buch "Achtsam durch den Tag" von Jan Chozen Bays durch. Manches Thema habe ich umbenannt und verändert, aber im Großen und Ganzen bin ich den Vorgaben gefolgt.

Ich möchte diese Woche noch einmal nachspüren was ich in diesem Jahr gelernt habe. Welche Gewohnheiten sich gefestigt oder verändert haben. Und ausserdem das Blog-Schreiben beleuchten und was diese besondere Form des Schreibens in mir ausgelöst und verändert hat.

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18.05.14 Thema „Innere Stimme“
Pfauenauge

Ein paar Wochen bevor ich mich bei meinem heutigen Arbeitgeber vorstellen sollte, hatte ich einen Traum. In diesem saß ich in einem Glashäuschen inmitten eines wunderschönen Parkes und sollte dort den Parkbesuchern den richtigen Weg weisen.

Heute sitze ich in eine großen Halle. Mein Arbeitsplatz ist direkt auf die hohe Glasfront ausgerichtet. Hinter dieser Glaswand befindet sich ein Vorgarten in dem sich Eidechsen, Meisen und Spatzen tummeln, ab und an lässt sich eine Katze blicken und auch schon ein freilaufender Hund hat sich zu mir hinein verirrt. An vielen Tagen im Jahr habe ich den Eindruck ich sitze in einem Park und weise den Besuchern und Anrufern den Weg durch unsere komplizierte Firmenstruktur.

Ich glaube nicht, dass der Traum damals ein Zufall war. Allerdings heißt, das nicht, dass es keine andere Optionen gegeben hätte und möglicherweise hätte ich dann einen anderen Traum ausmachen können, der mich auf diese Möglichkeit verwiesen hätte.



Träume sind ein phaszinierendes Thema. Ich habe sie einige Jahre hinweg beobachtet und aufgeschrieben. Traundeutung ist ein ganz eigenes Thema, aber es bleibt auch nach jahrelanger Erfahrung ein Thema mit dem ich kreativ umgehen muss, denn eine eins zu eins Übersetzung ist nicht möglich. Ähnlich wie die innere Stimme, die ich ab und an tagsüber wahr nehme, ist alles eher vage und nur in Zusammenhang mit einem gefühlvollen ertasten nutzbar. Ich denke, dass mein analytischer Verstand nur eingeschränkte Zugang zur dahinter liegenden Wahrheit und zur inneren Stimme hat.

Im letzten Jahr habe ich viele Bücher über buddhistische Philosophie, aber auch über christliche Religion und Mystik, über Mentaltraining und Hirnforschung gelesen. Es wird deutlich, dass mein Blick auf die Dinge von der Kultur geprägt und durch Worte und Vorurteile vereinfacht wird. Das wiederum schränkt den Blick massiv ein, andererseits erleichtert es aber auch das Leben. Die Ballance dazwischen zu finden ist die Kunst.

Fliege im Blumenmeer

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