Mittwoch, 8. Januar 2014
08.01.14 Thema „Dankbarkeit“
Heute morgen bin ich glücklich auf meinem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Beim Blick auf das Außenthermometer, konnte ich fest stellen, dass wir bereits um 7 Uhr früh eine Temperatur von 11°C hatten. Es trifft sich, dass ich in einer Region wohne, in der Schnee eine Seltenheit ist. Ein paar Vögel haben die frühlinghaften Temperaturen mit einem Liedchen gefeiert und mich bei meiner Fahrt damit beschenkt.



Auf dem Nachhauseweg schien mir die Sonne ins Gesicht. Wie schön, dass ich diese Woche kein Fitness-Center brauche. Es macht viel mehr Spaß, sich in frischer Luft, unter blauem Himmel zu bewegen. Gerade nach den Feiertagen freue ich mich über das zusätzliche Training doppelt.



Es gibt viele Gelegenheit dankbar zu sein. Der Tag ist voll gestopft mit Schnäppchen, glücklichen Zufällen und wohligen Momenten. Freilich wiederholt sich vieles jeden Tag.



Irgendwann, als Teenager, hatte ich beschlossen, mich nicht mehr an dem täglichen Kleinkram zu freuen – das ist nur für naive Zeitgenossen und Looser, die es nicht wirklich auf die Reihe bringen – so, oder so ähnlich hätte ich es formuliert, hätte ich es damals reflektiert.

Es hat lange gedauert, bis ich gemerkt habe, wie sehr ich auf dem Holzweg war. Das tägliche Mantra macht Spaß und hilft mir „tief“ hinein zu schauen ins Leben und zu spüren was Glück ausmacht und wo es frei verfügbar zu erhaschen ist.



Und gerade kommt mir der Gedanke, dass es schön ist, dass ich nie in die Verlegenheit kam, mir das Glück inform von Pillen in der Apotheke kaufen zu müssen.

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Dienstag, 7. Januar 2014
07.01.14 Thema „Dankbarkeit“
Heute war ich dankbar dafür, dass der tägliche Rhythmus mit dem Beginn der Arbeitswoche wieder eine feste Form hatte. Es war einiges los, aber es hat Spaß gemacht mit vielen Menschen in Verbindung zu treten.

Gestern ist mir der Gedanke gekommen, dass das Tischgebet eine alte Tradition ist, die dreimal täglich zu Dankbarkeit anhält. Schade nur, dass es in meiner Umgebung vollkommen in Vergessenheit geraten ist. Ich habe mir also vorgenommen mir kurz vor dem Essen Zeit zu nehmen und zu bedenken was da auch meinem Teller liegt und mit wieviel Aufwand es gewachsen, geerntet, verpackt, verschickt und verkauft wurde.

Schon das Zubereiten meiner Malzeit konnte ich genießen. Die Orange war prall und saftig und beim Schneiden spritzte der Saft in die Luft, die Paprika machte beim Zerkleinern einen satten Ton.

Orange geschaelt

Der Biofeldsalat war verlockend grün, so dass mich die Vorfreude erfasste. Leider habe ich es dann nicht abwarten können und vor lauter Freude, meine stille Andacht vor dem Essen, ganz vergessen. Dann eben morgen, die Woche hat ja erst begonnen!

Am Ende hat mich das Projekt „Dankbarkeit“ zu einer weiteren Idee inspiriert. Mir ist eingefallen wieviel Spaß es mir macht Keimlinge zu ziehen. Ich finde sie zwar nicht so schmackhaft, aber das zusehen beim Wachsen ist ein Erlebnis. So erinnere ich mich daran, wie das Essen auf meinem Teller entsteht.

Keimlinge

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Montag, 6. Januar 2014
06.01.14 Thema „Dankbarkeit“
Ich habe heute in meinem Notitzbuch geblättert, um heraus zu finden, was die häufigsten Gründe für Dankbarkeit darin sind. Blauer Himmel und Sonnenschein nehmen den ersten Platz ein,



gefolgt von schönen Blumen, sitzen auf meinem Balkon, Vogelzwitschern und gutem Kuchen, erfrischende Cola, Treffen mit guten Freunden und Familie und Harmonie an meinem Arbeitsplatz. Klingt als ob ich ein recht anspruchsloser Zeitgenosse bin.



Mein Freund Stefan hat zu dem obigen Foto gemeint, es sei ein unregelmäßiges Mandala, aber gerade das Nicht- Regelmäßige sei interessant und schön. Ich stimme zu und bin froh, dass er diese Bemerkung gemacht hat, denn ich hätte das ohne seine Hilfe nicht gesehen. Danke Stefan!

Vögel sind die am häufigsten erwähnten Tiere in meinem Notitzbuch. Sie bringen mir beinahe jeden Tag aufs Neue Freude. Das Foto wurde im Urlaub in Venedig auf genommen.



Ich hatte eine Bitte gen Himmel geschickt, weil ich diese beeindruckenden Möwen von Venedig (sie beherrschen den Himmel dort) ganz nahe vor meine Kamera bringen wollte, und da saß sie und wartete geduldig bis ich sie fotografierte. Sie schien so unbeweglich wie ausgestopft und zunächst hatte ich auch den Eindruck, dass sie nicht echt sei, aber nachdem sich zahlreiche Kameras auf sie gerichtet hatten und alle schließlich zufrieden waren, erhob sie sich in den Himmel.



Heute hatte ich frei, in Baden Württemberg ist am 06.01. immer frei und da ich an der Grenze zu Rheinland Pfalz wohne, bin ich nach Ludwigshafen gepilgert. Mir ist aufgefallen wie angenehm zufrieden ich bin und wie ruhig es in meinem Kopf zugeht. Das war vor ein paar Jahren anders. Meditation und Achtsamkeitstraining haben mich zu einem zufriedenen und selbstsicheren Menschen gemacht.

In früheren Zeiten hätte es mich unglücklich gemacht „einsam“ einen trüben Feiertag verbringen zu müssen und als Alternative eine überfüllte, lärmige Stadt zu besuchen. Heute freue ich mich über meine kleinen Beobachtungen und überall lauern witzige Interaktionen und interessante Entdeckungen.

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