Mittwoch, 4. Dezember 2013
04.12.13 Thema Die nichtdominante Hand nutzen
Heute habe ich mich der Zusammenarbeit meiner beiden Hände gewidmet. Es ist unglaublich mit welcher Geschwindigkeit sie sich die Arbeit teilen. Es dauert keinen Moment des Zögerns oder Nachdenkens, wenn von mir Routinetätigkeiten erledigt werden. Ich bin bewusst gar nicht bei der Sache und dennoch wissen die beiden was miteinander zu tun ist: Das perfekte Paar!

Gänsepaar

Beim Nachdenken darüber, wird mir klar, dass es das alleine nicht ist. Mein Gehirn erfasst meinen Willen in Bruchteilen von Sekunden und leitet es an die Hände weiter. Diese machen sich flink daran das Endergebnis an zu streben. Meine Augen, Ohren, Muskel- und Hautrezeptoren melden ihre Eindrücke an den Kopf weiter. Z.B. die Schwere des Messers, die Leichtigkeit des Schnittes, die Konsistenz des zu schneidenden Gemüses, das alles wird analysiert und zu einer Anweisung für meine Hände zusammen gefasst. Manchmal scheint mein Bewusstsein mit diesen Befehlen gar nichts zu tun zu haben. Meine Hand greift z.B. an eine Körperstelle, um sie zu kratzen und mir wird erst dann klar, dass es mich gerade gejuckt hat.

Gemüseputzen

Unglaublich was für ein Wunderwerk der menschliche Körper ist und faszinierend zu wissen, dass dies alles Tag und Nacht bereit steht, um mir das Leben so angenehm wie möglich zu machen.

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Dienstag, 3. Dezember 2013
03.12.13 Thema Die nichtdominante Hand nutzen
Vieles läuft schon erstaunlich gut. Meine rechte Hand mischt oft mit. Es gibt viele Tätigkeiten, die beide Hände zusammen machen. Manchmal ist es leichter die rechte Hand zu nehmen, weil man dann bestimmte Dinge auf konventionelle Art nutzen kann. Z.B. habe ich die Computermaus schon immer ohne Schwierigkeiten mit der rechten Hand genutzt.



Das Abendessen stelle ich heute ganz unter das Motto „Gemeinschaftsarbeit“. Ich beobachte jede Bewegung meiner Hände. Ich stellte fest, dass die linke Hand sich tatsächlich die „wichtigeren“ Arbeiten heraus zu suchen scheint. Manchmal kommt es mir so vor, als ob sie zu der anderen Hand sagt: „Halt das mal, damit ich die schwierigere Aufgabe erledigen kann.“

Ich sehe z.B. wie die rechte Hand das Glas mit dem Griesbrei hält und die linke Hand den Löffel führt, um die richtige Menge ab zu messen. Ich halte die Szene an und verteile die Aufgaben neu. Ich sehe wie schwierig es für die rechte Hand ist alles sauber um zu füllen – aber mit mehr Konzentration und einem gemütlicheren Tempo geht es auch.



Am Ende würdige ich das Ergebis mehr, weil ich mehr Aufmerksamkeit als sonst auf den Kochvorgang verwendet habe. Es ist sehr angenehm einmal nicht 100.000 Gedanken zu hegen, während ich koche. Routineaufgaben verführen mich sonst noch immer dazu in Erinnerungen zu schwelgen, anstatt das hier und jetzt zu genießen. Es genügt eine kleine Umänderung in der Arbeitsverteilung meiner Hände, so dass ich ganz und gar Achtsam in jedem Augenblick bin und das gibt mir ein gutes Gefühl.

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Montag, 2. Dezember 2013
02.12.13 Thema Die Nichtdominante Hand nutzen


Die rechte Hand nutzen, wenn ich normalerweise die linke nehme, erfordert Geduld. Wenn genügend Zeit zur Verfügung steht mache ich diese Achtsamkeitsübung. Konzentration ist dabei wichtig, um zu einigermaßen akzeptablen Ergebnissen zu kommen.

Zähne putzen fühlt sich merkwürdig an, aber es funktioniert, dagegen ist Text markieren in einem Buch eine wesentlich größere Herausforderung. Manches mache ich schon immer mit beiden Händen z.B. in den Computer eintippen – das geht auch wunderbar. Es gibt sogar Tätigkeiten, die ich besser mich rechts mache: Mit einer Schere schneiden. Das kommt daher, dass einem Linkshänder in meiner Generation gar nichts anderes übrig blieb als mit diesen Scheren für Rechtshänder zu schneiden – es gab eben nichts anderes.

Bis jetzt ist diese Aufgabe eine interessante Herausforderung für mich.

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