Mittwoch, 4. September 2013
04.09.13 Thema Zeit: Zyklus des Lebens
"Wie lange bleiben wir noch?" Fragt meine Freundin. "Soll ich noch etwas bestellen? Wenn wir noch länger bleiben bestelle ich noch etwas!" Man verknüpft die gemeinsame Zeit im Cafe mit dem Konsumieren von Essen oder zumindest mit dem Konsumieren von Getränken.

Kuchen und Cola

Reinhart May singt in seinem berühmten Lied: "Gute Nacht Freunde, es wird Zeit für mich zu geh`n. Was ich noch zu sagen hätte dauert eine Zigarette und ein letztes Glas im steh`n."

Man misst Zeit nicht immer in Minuten und Stunden, sondern auch mal in Zigarettenlängen oder trifft sich "auf ein Glas Wein".

Cola leer

Zeit wird mit mehreren Tätigkeiten verknüpft und daraus eine neue Maßeinheit gebastelt. Wir Menschen sind kreativer als ich gedacht habe - es ist so selbstverständlich, dass ich noch nie darüber nachgedacht habe, aber diese Woche fällt es mir auf.

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Dienstag, 3. September 2013
03.09.13 Thema Zeit: Zyklus des Lebens
Nicht nur im Beruf, auch zu hause gibt es Routineaufgaben. Staub fällt unablässig, dagegen lässt sich nichts tun, aber man kann Staubschichten durch regelmäßigen Einsatz verhindern. Mein Putzzyklus dauert eine Woche, solange hält es meine Wohnung maximal aus, dann ist es aber dringend Zeit etwas zu tun, damit ich mich weiter in diesen vier Wänden wohl fühlen kann.

Mein Magen hat fast jeden Abend Hunger und will gefüllt werden. Gestern Abend war es mal wieder soweit und ich habe die Gelegenheit wahr genommen, das Ende eines Lebenszyklus zu dokumentieren: Leckeres Abschiedsszenario aus dem Leben eines Kürbises.

Kuerbis

Zunächst ist es noch ganz und voller Lebenskraft. Man ahnt, dass er ein glückliches Leben auf dem Feld genossen hat, wo er durch gute Erde, Regen, Wind und Dünger zu einem prallen runden Prachtkürbis heran gereift ist. Vom Feld wurde er dann in einen Lastwagen verfrachtet, um am Ende in einem Supermarkt von mir entdeckt zu werden.

Jetzt ist es Zeit Ihn zu zerkleinern und mit einigen anderen Zutaten in der Bratpfanne zu verarbeiten. Das Gericht war köstlich und ich habe mir Zeit genommen die Früchte unserer Erde in würdevoller Ruhe zu genießen.



Am Ende bleibt ein leerer Teller und der Abwasch in der Küche.



Beim anschließenden Verdauungsspaziergang im Luisenpark ist es gut sich Zeit zu nehmen und ausserhalb des täglichen Kleinkrams einen Glücksfall zu dokumentieren. Selten bleibt ein Schmetterling so lange sitzen, dass ich Fotos schießen kann, aber nun ist es so weit.

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Montag, 2. September 2013
02.09.13 Thema Zeit: Zyklus des Lebens


In meiner formalen Meditationspraxis am Morgen spielt Zeit eine wichtige Rolle. Man legt üblicherweise zuvor fest wie lange man meditieren will.

Es ist gängige Praxis schon vor der Meditationssitzung die Dauer fest zu legen. Das ist nicht nur Vorraussetzung um pünktlich bei seinem Arbeitgeber an zu kommen. Es hat auch andere Vorteile. Z.B. kann es passieren, dass man sich langweilt, während des meditierens und beschließt die Sache ab zu kürzen, anstatt Langeweile als wichtiges Lernelement während des meditierens zu integrieren.

Ausserdem ist es interessant zu beobachten wie unterschiedlich lange Meditationssitzungen an verschiedenen Tagen erscheinen. Zeit kann sich dehnen wie ein Kaugummi oder auch wie im Flug vergehen. Das ist auch während einer Meditationssitzung nicht anders als im Alltag.

Im Internet werden Meditationswecker in den unterschiedlichsten Preislagen angeboten. Es gibt sie formschön, in runder Form mit japanischen Symbolen. Zweckmäßig, wie ein Küchenwecker, dafür aber dann wahlweise mit Licht-, Vibrations- oder Tonsignal, oder traditionell aus Holz, mit einer Klangschale, die durch einen Mechanismus am Ende der Sitzung zum Schwingen gebracht wird.

Diese Woche werde ich meine Meditation am Morgen leicht verändern. Ich werde auf die Einzigartigkeit jedes einzelnen Atemzuges achten und mir klar machen, dass jeder Atemzug, den ich nehme, genau so, nur einmal in meinem Leben vor kommt... ich liebe es meine tägliche Praxis immer wieder leicht zu verändern.

Abreisskalender

Montags bekomme ich von einer lieben Kollegin immer gesagt: „Der Montag ist der längste Tag der Woche. Ist der Montag erst vorbei, vergeht die Woche ganz scnell.“

Sie kommentiert die Wochentage jede Woche aufs neue.

Es ist ein Spiel, das wir zusammen spielen. Fast wie ein Märchen, dass sie mir immer wieder erzählt: Mittwoch wird die Woche geteilt und Donnerstag, ach wie schön, heute ist schon Donnerstag! Freitag nutzt diese Kollegin immer dazu um in Euphorie aus zu brechen und ich freue mich mit ihr, denn Freude ist etwas schönes und ausserdem sehr gesund.

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