Freitag, 21. Juni 2013
21.06.13 / Thema: Nach oben sehen“


Paare gibt es an vielen Stellen der Stadt zu sehen.



Ganz oben auf Häuserdächern oder über Türen, als Wandgemälde, auf einem Schild oder sogar als gleichgeschlechtliches Zwillingspaar kann man sie entdecken.



Gewundert hat es mich, dass diese Paare oft getrennt sind und eine Distanz zu überwinden hätten um sich nahe zu sein.




Möglicherweise ist es aber auch einfach nur praktisch, dass sie an verschiedenen Ecken des Hauses angebracht sind, da sie sich dann sozusagen als Schutzwächter des Hauses gut über den Raum verteilen.






In früheren Zeiten hat man meist nicht aus romantischen Gründen geheiratet, sondern um sich wirtschaftliche Vorteile für die Familie zu sichern. Man hat gemeinsam einer Familie vorgestanden und sie zusammen versorgt. Damit war man eben auch Wächter der (neu entstandenen) Familie.






Außerdem gibt es männliche und weibliche Gestalten aus der Mythologie zu sehen.





Während ich mein Zoom nach oben richte, entgehen mir aber nicht die Paare im realen Leben, die durch die Fussgängerzone schlendern. Ich nutze die ohnehin schon ausgerichtete Kamera, um ein besonders modisches Pärchen, das auch auf einem Laufsteg posieren könnte, mit der Kamera fest zu halten. Sie mit High Heels und er mit Hosenträgern, die lässig nach unten gelassen sind und damit zu erkennen geben, dass ihr praktischer Nutzen nicht gefragt ist.



Solche Steinpaare hoch oben habe ich auch in anderen Städten gesehen. Z.B. in Hamburg:



Und hier (ebenfalls in Hamburg) knistert es heftig zwischen den beiden:



Sie flirtet mit ihm:



Und er hat ebenfalls großes Interesse:



Steine haben also auch Gefühle und nicht nur dass, sie können sie auch zeigen.

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Donnerstag, 20. Juni 2013
20.06.13 / Thema „Nach oben sehen“


In Heidelberg gibt es ein wunderschönes altes Haus, das auch bei der Stadtführung extra Erwähnung findet.

Hier lohnt es sich den Zoom der Kamera darauf zu richten.



Leider kann ich mich nicht mehr daran erinnern was nun genau über dieses Haus gesagt wurde, nur dass die Redewendung „Steinreich“ daher kam, dass sich früher nur reiche Menschen ein Steinhaus leisten konnten.

Dieses hier ist besonders prachtvoll und die vielen hochgestellten Paare, die dort in Stein abgebildet sind verraten, dass es sich um eine angesehene Familie gehandelt haben muss, die dieses Gebäude erbauen lies.






Man sieht aber nicht nur Paare, sondern auch drei Gestalten, die als Pfeiler zwischen den Fenstern stehen. Vielleicht Ehepaar mit erwachsenem Kind in der Mitte?



Hier ein orientalisches Trio:



Es gibt auch Tiere und Früchte zu sehen. Wahrscheinlich ebenfalls Zeichen der Fülle und des Reichtums.

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Dienstag, 18. Juni 2013
19.06.13 / Thema: "Nach oben sehen"
Heidelberg

Ich bin also mit meiner Kamera mal wieder nach Heidelberg gefahren. Hier bietet sich dem „Hans-Guck-In-Die-Luft“ ganz viel Abwechslung.

Fratzen in Heidelberg

Zahlreiche Fratzen kann man bewundern und natürlich Prominente.



Zu meinem Erstaunen stelle ich fest, dass der absolute Star unter der Prominenz die Heilige Maria ist.

Maria mit Kind in Heidelberg






Ich zähle sechs Marias und nur einmal den erwachsenen Jesus, wobei letzterer ja auch oft als Baby mit dabei ist.

Jesus in Heidelberg

Es macht Spaß hier soviel zu entdecken, zu kucken und zu knipsen. Es war eine gute Idee diese Achtsamkeitsübung zu machen, denn bisher hatte ich den Eindruck, ich habe schon alles vor der Kamera gehabt.



Wie schön zu entdecken, dass jeder scheinbar bekannte Winkel in meinem Leben noch schöne, unbekannte Seiten zu bieten hat.

Eine Erweiterung meines Blickwinkels erfahre ich als ein Mehr an Lebensqualität, nicht nur bei dieser Übung, aber besonders deutlich hier.



Am Ende des Tages habe ich den Kopf ziemlich oft nach hinten gelegt und es wird Zeit meinem Nacken eine Pause zu gönnen.

Maria alleine

Achtsamkeit mit seinen Bewegungen ist eine Übung, die hier so ganz nebenbei gebraucht wird, denn jemand der ständig nach oben sieht, übersieht leicht ein Hindernis auf dem Weg, weshalb ich schon als Kind von meiner Mutter dazu angehalten wurde: „Schau nicht immer nach oben“...Manchmal ist es aber gut so!

Fratze in Heidelberg

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18.06.13 / Thema: "Nach oben sehen"
Als ich einem guten Freund von dem Thema in dieser Woche erzähle fragt er mich ob ich eigentlich noch meine große Kompaktkamera nutze. Ich verstehe nicht warum er so schnell das Thema wechselt, antworte aber, dass ich lieber mit der Kleinen fotografiere. Er gibt mir einen entscheidenden Hinweiß: „Hat die große aber nicht einen besseren Zoom?“ Er hat recht, diese Funktion kann ich jetzt gut gebrauchen.

Zum Beispiel entdecke ich die Mondsichel bei einem in den Himmel hinein fotografierten Bild (rechts):

Mond im Bild

Tatsächlich erlebe ich immer wieder, dass Menschen in meiner Umgebung mehr wissen als ich, genauer hin sehen, oder zumindest anders hin sehen als ich. Das macht das Zusammen sein spannend und hilfreich.

Ein Nachbar hat sich mit mir über unsere frisch renovierten Balkone unterhalten. Ich meine, dass es ohne Balkonverkleidung viel heller sei. Er erwidert, dass dieser Effekt aber auch durch die frisch gestrichene weise Decke verstärkt wird und meint: „Das sah ja wirklich nicht mehr schön aus...!“

Frisch gestrichen

Ups, da sieht einer auch ohne Achtsamkeitsübung nach oben. Mir ist das bisher nicht auf gefallen und es wäre mir auch nie eingefallen auf die Decke über mir zu achten.

Dafür fallen mir Turnschuhe auf meinem Arbeitsweg auf. Sie sind an den Schürsenkeln zusammen gebunden und wurden dann über die Stromleitung gehängt. Merkwürdig, oder hat sie nur jemand öfter in die Luft geworfen und sie sind dort zufällig hängen geblieben...? Tausenderlei Erklärungen und Geschichten fallen mir dazu ein.



Hängende Schuhe

Während ich nach oben sehe kreist ein Raubvogel im Himmel. Leider zu schnell für meine Kamera, denn durch den Zoom verwackelt das Bild leichter. Zu hause angekommen sehe ich kurz einen fliegenden Storch, der ebenfalls am Himmel kreist. Er verschwindet schnell aus meinem Blickfeld.

Dafür nehme ich mir heute besonders viel Zeit für die Mauersegler. Ich genieße es sie fliegen zu sehen und bewundere ihre Energie. Bei 34° ist mir heute gar nicht nach Bewegung zumute, aber es ist schön sich die Zeit zu nehmen einfach da zu sitzen und zu beobachten.

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